Letzte Änderung:
21.10.2009 20:57



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Vereins Geschichte   ® 1860

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Als alles begann ...                                             Zu den Bildern der Geschäftsstelle TSV 1860 München
Am 15. Juli 1848 wurde im Saal der "Buttleschen Brauerei zum Bayerischen Löwen" der "Münchner Turnverein" gegründet. Da diese Art von Zusammenschluss von der Obrigkeit zwölf Jahre lang wie damals üblich als "Anstalt der Verpestung" verboten wurde, erblickte der Verein erst am 17. Mai 1860 offiziell das Licht der Welt. „Turnverein München von 1860“ nannte man sich dann im Jahr 1898, die Fußballabteilung wird am 6. März 1899 ins Leben gerufen und das erste Duell mit einem Gegner fand drei Jahre später statt.
Die Löwenelf, die das erste offizielle Fußballspiel für den TSV 1860 bestritt


 
1911 werden wichtige symbolische Meilensteine gesetzt: der berühmte Löwe schmückt seit diesem Jahr das Vereinswappen und die Sechziger trugen ihre Spiele auf einem neu gepachteten Grundstück an der Grünwalder aus. Bereits 1926 wird aus diesem Grundstück ein 40.000 Zuschauer fassendes Stadion fertiggestellt, das nach dem damaligen Präsidenten Heinrich Zisch benannt wird.
Die allererste Tribüne auf dem Platz an der Grünwalder Straße


 
Von 1945 bis 1953 gingen die Löwen in der Oberliga Süd auf Torjagd. Nach zwei Spielzeiten hintereinander in der 2.Liga Süd schafften sie in der Saison 1955/56 den Wiederaufstieg in die damals höchste Spielklasse, die Oberliga Süd. Nach einem zwischenzeitlichen Abstieg in die 2.Liga Süd nach der Saison 1956/57 konnten sich die Sechziger von 1957 bis 1970 als feste Größe im "Fußball-Oberhaus" etablieren und zählten in der Saison 1963/64 immerhin zu den Gründungsmitgliedern der neuen Bundesliga. 1964 wurde die Mannschaft zum zweiten Mal nach 1942 als Sieger des Deutschen Pokalwettbewerbes gefeiert.
Abgekämpft, aber glücklich - die Sechziger nach dem Pokalsieg 1964


 
In dieser Zeit kamen die Triumphe Schlag auf Schlag: nach der Europapokal -Vizemeisterschaft im Jahr 1965 folgte schon 1966 die erste Deutsche Meisterschaft.
Die Titelseite des Programmheftes anläßlich des Europacup-Finales im Wembleystadion 1965


 
In der darauffolgenden Saison 1966/67 wurden die Sechziger wieder Deutscher Vizemeister. Diese großen Erfolge sind mit einem großen Namen verbunden: Max Merkel, charismatische Trainer-Ikone und sportlicher Leiter TSV 1860 München von 1961 bis 1966.
Wie ein Box-Trainer auf der Bank: Max Merkel


 
In den siebziger Jahren spielte der Verein in der damaligen Regionalliga Süd (1970 bis 1974) und daraufhin in der 2.Bundesliga Süd (1974 bis 1977). Nach zwischenzeitlichen Spielzeiten in der Ersten Liga (Saison 1979/80 und 1980/81) folgte der Abstieg in die 2.Bundesliga und ein Jahr später in die Bayernliga (die heutige Regionalliga), wo der TSV 1860 München mit Ausnahme eines kurzen Intermezzos in der 2. Bundesliga Süd 1991/92 bis 1993 spielte.
Die Triumphatoren - Toni Nachreiner auf den Schultern von Bernd Hartmann


 
Als viele die Sechziger schon abgeschrieben hatten, starteten sie ein sensationelles Comeback. Auf die Rückkehr in die 2.Bundesliga 1993/94 folgte der direkte Aufstieg in die 1.Bundesliga. Nach dem Gewinn des DFB-Hallen-Pokals als Saisonauftakt 1996/97 schafften die Löwen am Ende den so lange erträumten Sprung ins internationale Geschäft. Die Teilnahme am UEFA-Cup war für den TSV München von 1860 e.V. nach dem Wiederaufstieg der bis dahin größte Erfolg in der Vereinsgeschichte.
Die Hallenkönige - der TSV 1860 als Deutscher Hallen-Meister 1996


 
Die Rückkehr auf die internationale Bühne war auch eine Krönung für die hervorragende Arbeit von Trainer Werner Lorant und Präsident Karl-Heinz Wildmoser, die beide 1992 beim TSV München von 1860 e.V begannen und den direkten Durchmarsch von der Bayernliga in die Bundesliga überhaupt erst ermöglichten.
Die Väter des Aufstiegs, umringt von Fans in Meppen: Werner Lorant und Karl-Heinz Wildmoser


 
Die Saison 1999/2000 wurde mit weiteren Höhepunkten bereichert: neben zwei historischen Derbysiegen gegen den FC Bayern München in einer Runde erreichte die Mannschaft am Saisonende den vierten Tabellen-Platz und damit die Qualifikationsrunde für die Teilnahme an der "Königsklasse" Champions-League. Mit diesen hervorragenden Leistungen wurde die Erfolgsgeschichte der Löwen seit 1992 nicht nur fortgeschrieben, sondern gebührend gekrönt. Nach dem Ausscheiden gegen Leeds United (1:2, 0:1) nahmen die Löwen am UEFA-Cup teil, Endstation war die dritte Runde gegen den AC Parma (2:2, 0:2). In den beiden darauf folgenden Spielzeiten versuchten die Löwen über den UI-Cup ins internationale Geschäft einzuziehen, 2001 schied man gegen Newcastle United (2:3, 1:3) aus, 2002 gegen die Weißrussen Bate Borisov (0:1, 0:4). Mit nur 32 Punkten in der Saison 2003/2004 stieg der TSV 1860 nach zehn Jahren andauernder Erstligazugehörigkeit wieder in die Zweite Liga ab.

Der TSV München von 1860 e.V. gehört zu den größten deutschen Sportvereinen, alleine die Fußball-Abteilung hat knapp 20.000 Mitglieder. Der Verein bietet darüber hinaus ein abwechslungsreiches Sportprogramm mit den Abteilungen Basketball, Bergsteigen, Boxen, Faustball, Freizeit, Kegeln, Leichtathletik, Ringen, Senioren, Ski, Tennis, Turnen und Wassersport. Das Vereinsgelände mit neuer Geschäftsstelle, Trainingszentrum, Fanshop und Gastronomie-Angeboten lädt in der Grünwalder Straße 114 zum Besuch ein.
B-Junioren-Meister 2006, hinten von links: Emrah Yilmaz, Daniel Thomas, Mathias Wittek, Patrick Rösch, Benjamin Schneider, Stefan Alschinger, Manuel Schäffler, Florian Jungwirth. Mitte: Junis Ibrahim, Sven Bender, Lars Bender. Vorne: Burak Tastan, Aaron Siegl, Sandro Kaiser, Max Knauer, Robert Rudnik, Michael Mayr, Timo Gebhart.:


 
Während die Profis in der Saison 2005/06 den Abstieg aus der 2. Liga gerade noch verhindern konnten, gelang der U17 in der Vereinsgeschichte der erste nationale Titelgewinn im Nachwuchsbereich. Durch eine überzeugende Leistung besiegte das Team von Trainer Wolfgang Schellenberg im Finale Gastgeber Borussia Dortmund am 3. Juni 2006 im Hammer Jahn-Stadion mit 2:0 (1:0). Die Tore erzielten Manuel Schäffler in der 23. und Timo Gebhart per Elfmeter in der 61. Minute. Zuvor hatten die Junglöwen im Viertelfinale den VfL Wolfsburg mit 1:0 ausgeschaltet, im Halbfinale setzten sie sich mit 2:0 beim 1. FC Kaiserslautern durch.

Bilder vom Vereinsgelände - Geschäftsstelle, des TSV 1860 München



  

 

 

 

 

  

 

 


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